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Saisonrückblick Kreisliga 2010/2011
Hinrunde:
Nach der Ära Klauke-Klatt
und deren abtreten hieß es ein neues
Trainergespann für die erste Mannschaft
zu gewinnen. Aufgrund der großen
Fußstapfen in die man treten müsste,
erwies sich diese Suche mehr als
schwierig. Teilweise wurden horrende
Summen verlangt, welche unseren kleinen
Verein wohl aus der Bahn geworfen hätte
oder potenzielle Trainer schmähten diese
Aufgabe einfach.
Nach längerem hin und her und
hartnäckigem Gesprächen konnte Sven
Altenbokum für diese Aufgabe gewonnen
werden. Schon vor seiner Zeit in
Miersdorf/Zeuthen hat er die erste
Mannschaft in Niederlehme betreut.
Einmal über 3 Jahre in der 1.KK (ab
Saison 2003/2004) und in der Saison
2006/2007 ist er mit Burghardt Klatt
für den scheidenden Wildermann für die
letzten Spiele in die Bresche
gesprungen, konnte damals aber den
Abstieg in die 2.KK nicht verhindern.
Diesmal hatte er sich Jens Kienberg als
Co-Trainer (Mittlerweile Torwart in der
1.Männer für den verletzten Konrad) als
Unterstützung mitgebracht.
Aber auch die Mannschaft hat ihr Gesicht
leicht verändert:
Hinzu kamen Penka, der vorher leihweise
in der A-Jugend von KW kickte und Dave
Vogel, der in der Vorsaison nur Spiele
in der Zweiten absolvierte.
Im Gegenzug hat uns vor der Saison unser
Kapitän Alex Schmitz verlassen und sein
Schuhwerk standesgemäß auf dem Platz am
Luch vergraben. Michel Käfert, ebenfalls
einer der Garanten für Aufstieg und
Klassenerhalt, suchte (zumindest für ein
Jahr) die sportliche Herausforderung
beim RSV Waltersdorf. Zuzel, der sowieso
nur sporadisch sich hat blicken lassen
ist wohl kaum erwähnenswert.
Insgesamt viel die Umstellung auf das
neue Trainergespann und dem neuen
Spielsystem, der Viererkette, der
Mannschaft ziemlich schwer.
In der Hinrunde absolvierten die Herren
12 Punktspiele. Die magere Ausbeute von
4 Siegen, 1 Unentschieden und 7
Niederlagen führte zu nur 13 Punkten bei
30:36 Toren. Das heißt akute
Abstiegsgefahr für die SGN.
Bis zum 8. Spieltag war die Situation
sogar noch prekärer. Bis dato waren
gerade mal 4 Punkte auf der „Haben-Seite“
und so langsam kriselte es in der
Mannschaft und das Verhältnis zum
Trainer. Mehr und mehr Unzufriedenheit
mit dem Spielsystem machte sich breit.
Vor allem im Abwehrbereich war man nicht
in der Lage das geforderte Spielsystem
umzusetzen. Gerade durch die
Schnittstellen in der Kette wurden wir
ein ums andere ausgespielt und
schluckten ein Treffer nach dem
nächsten.
Es sollte noch schlimmer kommen: Am
6.Spieltag zog sich Konrad, bisher ein
Garant im Tor, ohne Einwirkung des
Gegners einen Kreuzbandriss zu und
einige hatten mit diesem
Schicksalsschlag schon den Abstieg vor
Augen.
Eine kleine Kehrtwende dann am
9.Spieltag. Mit der Umstellung auf ein
gewohntes, klassisches System mit Klatt
als Libero, kam wieder etwas Stabilität
in die hinteren Reihen und auch Jens
konnte sich im Tor auszeichnen. So
wurden aus den letzten 4 Spielen noch 3
Siege geholt und nur gegen Wildau hatte
man 3:4 das Nachsehen. Der Abschied des
Trainergespanns zur Winterpause stand zu
diesem Zeitpunkt schon fest. Nur Jens
steht uns seit dem weiter als Torwart
zur Verfügung.
Neben dem Trainergespann hat uns in der
Winterpause noch Ralph Böhm verlassen
und kehrte zurück nach Kablow.
Im Pokal wurde wenigsten die Grundlage
für den Pokalsieg geschaffen, jedoch mit
Ach und Krach. Ein Schmeichelhaftes 5:0
gegen Zernsdorf II, ein knappes 2:1
gegen einen ersatzgeschwächten HSV und
ein glückliches, aber hart erkämpftes
3:5 gegen KWII, die sich am Ende
mehrfach dezimierten.
In der Winterpause war es nun Ziel
Nummer eins wieder einen Trainer für die
erste Mannschaft zu suchen und das ganze
stellte sich zeitweise ziemlich
aussichtslos dar, da scheinbar niemand
bereit war ein sinkendes Schiff zu
betreten.
Umso glücklicher sind wir nunmehr, dass
wir Stefan Rosenberg (wohl eher
zufällig) für ein Engagement in
Niederlehme überzeugen konnten. Wer
hätte das gedacht, dass ein
„Außenstehender“ in Niederlehme wie die
Faust aufs Auge passt…
Rückrunde:
Am 06.01.2011 traf man
sich zum ersten Training im neuen Jahr
in der Sporthalle Ziegenhals. Die
Ausgangsposition war schwierig hatte die
Mannschaft doch eine äußerst schwierige
Hinrunde hinter sich. Mit 13 Punkten aus
12 Spielen und einem Torverhältnis von
30:36 Toren belegte man den 13.
Tabellenplatz. Der Trainer wurde zur
Winterpause gewechselt und man lief
Gefahr in die direkte Abstiegszone zu
geraten.
Mit dem ersten Hallenturnier um den
Pokal des Schulzendorfer Bürgermeisters
hatten Mannschaft und der neue Trainer
den perfekten Einstand. So wurde dieser
Pokal doch unerwartet, aber keinesfalls
glücklich oder unverdient gewonnen.
In der weiteren Wintervorbereitung
arbeitete die Mannschaft, trotz widriger
Witterungsverhältnisse fleißig und
konzentriert. Die Trainingsbeteiligung
war gut und die Trainingsinhalte wurden
optimal umgesetzt. Es konnte leider nur
ein Vorbereitungsspiel ausgetragen
werden, sodass genaue Erkenntnisse über
den Leistungsstand erst mit Beginn der
Punktspiele gezogen werden konnten.
Nach der unglücklichen Auftaktniederlage
gegen den BSV Mittenwalde punktete die
Mannschaft kontinuierlich und konnte
sich von der Abstiegszone entfernen.
Einen kleinen Rückschlag gab es mit der
Niederlage gegen die zweitbeste
Rückrundenmannschaft aus Schenkendorf.
Diese war jedoch wohl ein Dämpfer zur
rechten Zeit und zeigte den Spielern,
dass die Bäume auch für die SGN nicht in
den Himmel wachsen.
In der Folge holte das Team aus 9
Partien 21 Punkte und konnte am
Osterwochenende mit einem
bemerkenswertem 4-1 Auswärtserfolg in
Großbeeren in Pokalhalbfinale vorstoßen.
Selbst die Spitzenmannschaften aus
Wildau, Waltersdorf oder Wernsdorf
mussten feststellen, dass es speziell am
Luch kaum was zu holen gibt.
Erst im Saisonendspurt musste man doch
etwas häufiger Federn lassen. Die vielen
Nachholspiele mit dem doch recht kleinen
Kaderkreis kosteten viel Kraft, die dann
in diesen Spielen fehlte.
Grund für die Leistungssteigerung in der
Rückrunde waren die konzentrierte
Trainingsarbeit und das verbesserte
Defensivverhalten der gesamten
Mannschaft. Sehr bemerkenswert war, dass
die Mannschaft auch eine Vielzahl von
Personalausfällen fast ohne
Qualitätsverlust „wegsteckte“. So
konnten „nominelle“ Spieler aus der
zweiten Mannschaft und auch aus dem
Altherrenbereich die entstanden Lücken
nahtlos schließen.
In der Saison holte die Mannschaft 45
Punkte und 59- 56 Tore aus 30 Spielen.
Wobei 32 Punkte und 29:20 Tore aus den
18 Spielen nach der Winterpause geholt
wurden. Eine gute Leistung, die den
sechsten Tabellenplatz bescherte. Dazu
konnte man an Himmelfahrt im
Pokalhalbfinale die Sperenberger Gäste
am Luch mit 4-1 bezwingen und sicherte
sich erstmals seit 1999 wieder einen
Platz im Kreispokalfinale.
Das Pokalfinale bildete den krönenden
Saisonabschluss. Am 19.06.2011 war es
dann soweit. Mit dem knappsten aller
Ergebnisse (1:0) wurde der Kontrahent
aus Schulzendorf in der Waltersdorfer
HDS Arena bezwungen und der „Pott“ ging
erstmals an den Luch.
Fazit: Eine rundum gelungene Halbserie
mit beeindruckenden Spielen und Erfolgen
in der lediglich die ungünstige
Urlaubsplanung und die fünf
Platzverweise ein gehöriges Haar in der
Suppe sind. Aber an diesen Dingen kann
man ja arbeiten.
Pokalsieger 2011

Spielbericht der
SGN und der
Bericht
und der
Videomitschnitt von
www.Schulzendorfer.de
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